Glyphosate im myAGRAR-Onlineshop
Glyphosat ist eines der am weitesten verbreiteten Totalherbizide weltweit und spielt global gesehen eine zentrale Rolle im Ackerbau. Während die einen es als effizientes Mittel gegen Unkräuter schätzen, ist es für andere ein umstrittenes Thema, das intensiv in Wissenschaft und Politik diskutiert wird. Doch wie genau funktioniert Glyphosat, wie schnell wirkt es und welche Gefahren birgt es wirklich?
Wie wirkt Glyphosat im Ackerbau?
Das Totalherbizid Glyphosat wirkt, indem es gezielt in den Stoffwechsel von Pflanzen eingreift. Konkret hemmt es das Enzym EPSP-Synthase, das für die Produktion lebenswichtiger Aminosäuren in Pflanzen verantwortlich ist. Ohne diese Aminosäuren sterben die Pflanzen ab. Diese Wirkung wird besonders intensiv in Amerika genutzt, da sie mit Glyphosat ganze Felder von Unkräutern befreien können, ohne den Boden mechanisch bearbeiten zu müssen. In der globalen Landwirtschaft hat sich dieses Verfahren als kosteneffiziente Methode etabliert, um den Ertrag zu sichern. In Deutschland ist die Anwendungen von großen Mengen Glyphosat weit weniger ausgeprägt. Es wird meist nur am Ackerrand oder auch bei der pfluglosen Bodenbearbeitung eingesetzt.
Wie lange dauert es bis Glyphosat wirkt?
Die Wirkung von Glyphosat setzt nicht sofort ein, sondern erst nach einigen Tagen. Je nach Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung kann es zwischen drei und vier Wochen dauern, bis die behandelten Pflanzen vollständig absterben. Nach der Aufnahme durch die Blätter verteilt sich der Wirkstoff in der gesamten Pflanze und blockiert dort die Aminosäuresynthese. Das bedeutet, dass erste Vergilbungen bereits nach wenigen Tagen sichtbar sein können, der komplette Zerfall der Pflanzenmasse aber einige Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb wird Glyphosat oft frühzeitig eingesetzt, um rechtzeitig eine unkrautfreie Fläche zu erhalten. Für Landwirte ist dies je nach Situation ein entscheidender Vorteil, da es ihnen ermöglicht, ihre Flächen effizienter zu bewirtschaften.
Wie gefährlich ist Glyphosat wirklich?
Die Frage nach der Gefährlichkeit von Glyphosat wird kontrovers diskutiert. Während die Wissenschaft in zahlreichen Studien bestätigt hat, dass der Wirkstoff bei sachgemäßer Anwendung für Menschen und Tiere relativ unbedenklich ist, gibt es weiterhin Unsicherheiten. Einige Studien weisen auf ein mögliches Krebsrisiko hin, während andere dieses Risiko nicht bestätigen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft, während die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Substanz als sicher für den Menschen bewertet. Das führt zu intensiven Debatten in der Politik, die über ein mögliches Verbot entscheiden muss. In einigen Ländern gibt es bereits Einschränkungen, während in anderen Regionen weiterhin der breite Einsatz erlaubt ist. Wer Glyphosat kaufen möchte, muss sich daher über die jeweilige Rechtslage informieren. Auch global ist das Thema relevant: Während es in der EU zunehmend reguliert wird, bleibt der Einsatz in vielen Teilen der Welt ungebrochen. Die Debatte über die Zukunft von Glyphosat dürfte also weitergehen.